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Oper im Aalto 6

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Oper in der Ruhrmetropole (Saison 2021/2022)

 

Diese Saison wird auf jeden Fall sehenswert, und ich werde hier wieder häufig zu Gast sein.


Ich starte hier am 26.09.2021 mit "Rigoletto".




26. September 2021 - Rigoletto von Giuseppe Verdi


WAS für ein himmlischer Belcanto Abend mit hinreißendem Ensemble!!!


Zunächst: es handelt sich zwar um eine Wiederaufnahme, aber mit der Inszenierung aus der Saison 2016/2017 hatte der heutige Abend nichts gemein. Die neue Produktion ist semi-konzertant; anstelle einer Kulisse sieht man eine weiße Leinwand, auf der zwischendurch erklärende Texte erscheinen. Für Chorszenen wird diese hochgezogen. Die Protagonisten bringen immer einen Stuhl mit auf die Bühne. Wenn sie zu einer Szene gehören, aber noch nicht an der Reihe sind, bleiben sie hinten sitzen.


Alle sind äußerst elegant gekleidet: die Farben schwarz und weiß sind vorherrschend, die Herren tragen durchweg Smoking, Frack oder schwarzen Anzug. Nur Gilda und die Gattin von Ceprano tragen hellfarbene Abendkleider. Am Ende trägt auch Gilda einen schwarzen Hosenanzug mit weißer Bluse. So sah alles sehr schön aus. Anders als bei einer konzertanten Aufführung agieren die Darsteller sehr wohl, und das sehr gut.


Soweit zu dem optischen Eindruck.


Und nun zu dem hinreißenden Ensemble:

  • Der Herzog von Mantua - Carlos Cardoso - ich fand ich ja schon immer super, aber ich hatte den Eindruck, dass seine Stimme noch mehr gereift ist. Er sang einfach nur wunderbar - zum Dahinschmelzen - und er stellte diesen Widerling auch super dar. Schön, dass er viele Rollen singen wird in dieser Saison!
  • Rigoletto - Ivan Krutikov - wow, auch er verfügt über eine richtig tolle Stimme und gab einen super Rigoletto. Ein sehr überzeugender Darsteller. Ich freue mich schon auf die "Lucia", dann singt er den Enrico, Carlos den Edgardo.
  • Gilda - Tamara Banjesevic - eine ganz wunderbare Darstellerin der Gilda. Ihre Stimme ist rein und hinreißend schön. Dazu ist sie eine wirklich super Darstellerin. Ich war echt begeistert
  • Graf von Monterone - Baurzhan Anderzhanov - kleine Rolle, aber, wie immer, super gesungen und dargestellt
  • Graf von Ceprano - Mateusz Kabala - wie oben
  • Gräfin Ceprano/ein Page - Iva Seidl - naja, nicht weiter erwähnenswert, schlecht vorstellbar, dass der Graf auf so ein Matrönchen abfährt...
  • Marullo - Jeong Daegyun - klasse, richtig klasse! Toll gesungen, toll gespielt. Ihn würde ich doch gerne mal in größeren Rollen erleben!
  • Borsa - Rainer Maria Röhr - kleine Rolle, aber wie immer klasse gespielt und gesungen
  • Sparafucile - Karl-Heinz Lehner - er ist ja immer ein Garant für eine super Leistung! So natürlich auch heute! Super gesungen und gespielt!
  • Maddalena - Boshana Milkov - wirklich toll gesungen, aber den Männer betörenden Vamp habe ich ihr nicht abnehmen können, zu bieder
  • Giovanna - Marie -Helen Joël - super gesungen, wie immer. Aber an diesem Abend hatte sie herzlich wenig zu tun, wie schade!
  • Ein Gerichtsdiener - Swen Westfeld
  • Musikalische Leitung - Tianyi Lu
  • Konzept und szenische Einrichtung - Sascha Krohn

Ich habe diesen wunderbaren Opernabend sehr, sehr genossen. Die Musik ist so hinreißend, und dazu diese schönen Stimmen. Ich bin nach Hause geschwebt und hatte noch am nächsten Tag die Arien im Ohr. Aber ich schaue mir den Rigoletto ja nochmals an. 




31. Oktober 2021 - La finta giardiniera von Wolfgang Amadeus Mozart


Diese schöne Oper kannte ich bislang nur dem Namen nach.  Die Inszenierung ist wunderschön, man kann ruhig sagen: retro, was natürlich positiv gemeint ist. Eben so wie man es von früher her kennt: schöne Kostüme, Puderperücken, tolle Kulissen. Hier ersparte man sich die Requisiten bis auf Tische und Stühle. Alle anderen Eindrücke sind als Fototapeten zu sehen, was mehr als gelungen ist. Also, auf jeden Fall etwas fürs Auge.


Kurz zum Inhalt - eine ausführliche Erklärung erübrigt sich, denn es ist eben ein herrliches Verwirrspiel. Jeder kennt den anderen besser als er glaubt, aber die Verkleidung verhindert zunächst das Erkennen. 


Das ist die Gärtnerin Sandrina, die eigentlich die Marchesa Violante Onesti ist und sich auf der Suche nach ihrem Geliebten, den Grafen Belfiore befindet. Sie arbeitet mit Nardo bei Don Anchise, dem Bürgermeister des Ortes. Belfiore allerdings glaubt, dass Violante nicht mehr am Leben ist, da er sie in einem Anfall von Eifersucht angegriffen und verletzt hatte. Narda, Violantes Diener, ist der einzige, der die Wahrheit kennt. Und er schweigt brav. 


Nun steht ein großes Fest bevor: Arminda, Don Anchises Nichte wird sich verloben. Der Bräutigam ist Belfiore!... Nun, und Arminda ist ausgerechnet die Verflossene von Cavaliere Ramiro. Das sind ja schöne Aussichten...


Dann gibt es noch Serpetta, die ebenfalls im Dienste des Bürgermeisters steht und mal seine Geliebte war. Diese sieht nicht gerade erfreut dabei zu, wie ihr Chef der schönen Gärtnerin den Hof macht. Dabei ist Nardo doch in sie verliebt, sie aber weist ihn immer wieder zurück.


Bei diesem Verwirrspiel treffen die richtigen Paare irgendwann zusammen, man streitet, man versöhnt sich, und am Ende kommt alles wieder ins rechte Lot. Und der Bürgermeister nimmt es gelassen: irgendwann wird er sicher wieder eine nette Gärtnerin in seinen Diensten haben, mit der er dann anbandeln kann.


Soweit mal der Inhalt.


Und hier das hinreißende Ensemble:


  • Don Anchise, Podestà (Bürgermeister) von Lagonero - Richard Samek - tolle Stimme, toller und überzeugender Darsteller. Perfekt für diese Rolle. Leider ist er nur für diese Rolle engagiert worden
  • Sandrina - Giulia Montanari - eine hinreißende Darstellerin in allen Belangen. Freue mich sehr, dass sie noch einige Rollen singen wird.
  • Contino Belfiore - Dimitry Ivanchey - hinreißend wie immer! Die Rolle passt richtig gut zu ihm
  • Arminda - Sophia Brommer - spielte und sang ebenfalls super toll. Leider auch nur diese Partie
  • Cavaliere Ramiro - Alexandra Kadurina - wow, das war klasse! Sie war überaus überzeugend in dieser Hosenrolle. Kann man nicht besser machen
  • Serpetta - Christina Clark - eine Perle des Hauses. Sie kann alles und scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Sie altert nicht. Einmalig. Sie singt toll, spielt hinreißend, einfach klasse, die Dame
  • Nardo - Tobias Greenhalgh - er gefiel mir auch wie immer sehr. Er gab einen tollen Nardo.


Die Musik hat mir auch sehr gefallen. Es war ein wirklich wunderschöner, heiterer und entspannender Abend. Alle Darsteller bewiesen, dass sie auch eine komische Seite haben und dies auch herüber bringen können. Eine gelungene Produktion!



01. November 2021 - Rigoletto von Giuseppe Verdi


Heute nun wieder ein ganz anderer Abend: ganz große und dramatische Oper. Ich schmolz mal wieder dahin. 


Die Besetzung war wie beim letzten Mal, nur hatten wir am heutigen Abend eine andere Gilda. Es war Gloria Rehm von der Staatsoper Berlin. WAS für eine tolle Künstlerin! Sie ist wunderschön, hat eine umwerfend schöne Stimme und ist eine hinreißende Darstellerin. Sie bekam am Ende den meisten Applaus. Danke fürs Einspringen! Tamara Banjesevic war erkrankt. 


Dieser Abend war wieder hinreißend schön. Nun freue ich mich auf Lucia am 27.11.2021.





Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetto - Premiere


Meine letzte Lucia habe ich 2014 in Berlin gesehen, also lange her. Wie schön, dass meine Lieblingsoper nun endlich wieder in meiner Nähe gespielt wird. 


Die Inszenierung gefiel mir gut. Die Requisiten waren eher sparsam, was mich überhaupt nicht störte. Es dominierte die Farbe schwarz mit etwas weiß, die Kostüme waren wunderbar traditionell wie ich es mir vorstelle und am liebsten mag. Diese Straßenklamotten, die man heute gerne wählt, finde ich nicht gut, im Theater möchte ich Kostüme sehen, normale Kleidung sehe ich täglich.


Die an sich langweilige Partie der Alisa wurde umgeschrieben. Sie wurde zur kürzlich verstorbenen Mutter Lucias, die, aus dem Sarg gestiegen, nur für Lucia sichtbar war. Ein boshaftes Weib, dem das Wohl der Tochter völlig egal war. Raimondo ist in dieser Inszenierung ein Bruder Lucias. 


Die Premierenbesetzung war vom Feinsten:


Enrico - Ivan Krutikov - er verfügt über eine sehr schöne Stimme und stellte diesen miesen Charakter wirklich super dar. Es gehört halt schon einiges an Fiesheit dazu, die eigene Schwester aus Profitgier zu verschachern. Mir gefiel seine Interpretation sehr gut


Lucia - Hila Fahima - eine der schönsten Lucias, die ich je gesehen habe. Und was für eine Wahnsinnsstimme! Da saß jeder Ton, jede Koloratur. Eine absolut perfekt Darstellerin dieser schwierigen Partie. Ich kann mir diese sympathische Sängerin auch sehr gut als Violetta vorstellen. Eine hinreißende Dame


Edgardo - Carlos Cardoso - ich wusste, es würde perfekt werden! Bei diesem Künstler stimmt einfach alles: eine wahnsinnig tolle und super schöne Stimme, eine hinreißende Darstellung und eine wunderschöne Optik. Ein hinreißender Partner für die schöne Lucia. Die zwei sind ein Traumpaar! Ein himmlischer Edgardo, einfach klasse


Arturo - Dimitry Ivanchey - er sang und spielte diese kleine Rolle ausgezeichnet - wie immer


Raimondo - Baurzhan Anderzhanov - endlich mal wieder eine größere Partie für diesen wunderbaren Künstler. Er spielte und sang diese Partie sehr überzeugend und wunderschön


Lady Ashton (Aliza) - Heike Grötzinger - sie hätte aus der Rolle echt mehr machen können. Ihre Stimme gefiel mir auch nicht sonderlich


Normanno - Rainer Maria Röhr - klasse, was er aus dieser Rolle gemacht hat. Das gefiel mir doch sehr - und: die Perücke stand ihm auch ausgezeichnet. 


Musikalische Leitung - Giuseppe Finzi

Inszenierung - Dietrich W. Hilsdorf

Bühne - Johannes Leiacker

Kostüme - Gesine Völlm

Licht - Fabio Antoci

Choreinstudierung - Jens Bingert


Ich habe diesen Abend unendlich genossen. Die Musik ist himmlisch. Ich werde mir diese wunderbare Oper noch viele Male ansehen.




11. Dezember 2021 - Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti


Diese Oper kann ich nicht oft genug sehen und hören. Natürlich war es wieder ein hinreißend schöner Abend!



17. Dezember 2021 - La Bohème von Giacomo Puccini


Rodolfo wurde heute von Eduardo Aladrén gesungen. Er war auch ausgezeichnet und er war sehr überzeugend. Tolle Stimme. Und endlich gab es mal eine vernünftige und in allen Belangen überzeugende Musetta: Mercy Malieloa. Eine noch junge Künstlerin, aber was für eine tolle Stimme und klasse Darstellung. Ihr habe ich die Musetta voll abgenommen. Ein schöner Abend so kurz vor Weihnachten.













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