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Oper in Dortmund 2

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Oper in Dortmund (Saison 2017/2018)

 

Das neue Programm ist auch wieder sehr schön, und ich freue mich schon auf FLa Traviata, Die Zauberflöte, Eugen Onegin, Nabucco und Frau Luna, Arabella, die Abschiedsgalas von Herrn Brock und Herrn Herzog. Ein Wiedersehen mit früheren Ensemblemitgliedern wird bestimmt sehr schön werden.

Inzwischen habe ich mir sämtliche Karten - Premieren und Nachfolgevorstellungen -  besorgt, ebenso für die anderen Häuser, so dass ich nun mehr oder weniger "komplett" bin. Am 24. September geht es dann los mit der Premiere von "Arabella".

24. September 2017, Arabella von Richard Strauß - Premiere

Am 18.11.1988 hatte ich diese Oper das erste und leider auch letzte Mal, ebenfalls in Dortmund, gesehen. Eine Erinnerung daran hatte ich nicht, und so war es eine echte Premiere.

Die Ausstattung war nüchtern und zweckmäßig, was keinesfalls störte, es gab schöne, dem jeweiligen Anlaß angepasste Kostüme. Fürs Auge war es schon einmal gut und schön.

Der Inhalt:

Die Familie von Graf Waldner versucht trotz erheblichen Geldmangels die Fassade zu wahren. Der Graf ist hoffnungslos spielsüchtig, seine arme Frau hält tapfer an alten Traditionen fest. Leider hat aber Waldners Spielsucht zur Folge, dass er nur eine seiner zwei Töchter standesgemäß ausstatten kann. Die andere muss dann - etwas Schwund ist immer - als Junge durchgehen. Die Jüngere nimmt das erst einmal erstaunlich artig hin. Sie liebt ihre ältere Schwester und will nur deren Glück. Arabella ist kein Mann gut genug. Sie lässt Adlige jeglicher Couleur abblitzen und wartet auf den einen "Richtigen". 

Ihr Vater hat in seiner Not einen alten Freund aus Regimentstage, einen Großgrundbesitzer namens Madryka aus Slawonien geschrieben und ein Foto seiner Tochter Arabella beigelegt. Es kommt auch ein Herr Mandryka, jedoch zum Glück dessen Sohn. Tatsächlich verguckt sich Arabella in ihn. Es könnte alles so schön sein: Zdenka, die jüngere Schwester, ist in Arabellas hartnäckigsten Verehrer Matteo verliebt. Da Arabella ihn immer abblitzen lässt, schreibt sie ihm heimlich Liebesbriefe im Namen der Schwester. Der Arme kann einem leid tun: einerseits erhält er glühende Liebesbriefe, andererseits ist Arabella kühl und nur höflich zu ihm. 

Zdenka will offensichtlich, dass Matteo zur Familie gehören soll, damit er wenigstens ihr Schwager wird. Naja, das wäre es dann aber sicher doch am Ende nicht. Sie lässt ihm den Schlüssel zu Arabellas Hotelzimmer zukommen, in welches sie sich vor dem Verlobungstag mit Mandryka zuückziehen möchte, um still Abschied von ihrer Mädchenzeit nehmen zu können.

Verwirrung pur: Mandryka bekommt dies tags drauf mit, Matteo kapiert nicht wieso Arabella nach der gemeinsamen Nacht mit ihm (er hatte nicht bemerkt, dasss Zdenka statt ihrer Schwester ihn empfangen hatte) derart kühl und abweisend zu ihm ist. Mandryka hat sich betrunken und will die Nacht mit der Fiakermilli verbringen, was zum Glück Arabellas Mutter zu verhindern weiß. Im Hotel kommt es zu einem handfesten Skandal und Mandryka will ohne Heirat wieder nach Hause fahren. Zdenka jedoch, von Reue geplagt, deckt den ganzen Schwindel auf. Und so finden sich am Ende die richtigen Paare.

Eine humorvolle, aber auch sehr anrührende Geschichte. Die Musik ist wunderschön und lässt einen teilweise wunderbar träumen.

Die Besetzung:

  • Graf Waldner - Morgan Moody - herrlich schmierig und leicht verlottert. Klasse!
  • Adelaide, seine Frau - Almerija Delic - sehr chön wie sie versucht an alten Traditionen festzuhalten. Eine sehr überzeugende Darstellung, klasse gesungen
  • Arabella - Eleonore Marguerre - hinreißend wie immer! Die Partie ist gewiss nicht leicht zu dingen, bei ihr klang das völlig mühelos. Klasse dargestellt und super, super gesungen! Perfekte Besetzung!
  • Zdenka - Ashley Thouret - ebenfalls hinreißend und spitze! Sie überzeugte mich als "Bub" total, und sie sang wunderschön!
  • Mandryka - Sangmin Lee - gab diesen etwas ungehobelten Bauern mit viel, viel Geld - sehr, sehr überzeugend und sang wie immer super klasse!
  • Matteo - Thomas Paul - wow, was für eine Stimme! Da freue ich mich doch schon sehr auf kommende Opernabende mit ihm. Dieser Tenor ist wahrlich eine Bereicherung für das Ensemble! Super!
  • Graf Elemer - Alexander Sprague - fand ich sehr gut
  • Graf Dominik - Marvin Zobel - klasse, toller Darsteller
  • Graf Lamoral - Luke Stoker - gefiel mir auch ausgezeichnet wie immer. Freue mich stets ihn zu sehen und zu hören!
  • Fiakermilli - Jeannette Wernecke - gute Darstellerin, aber leider eine etwas zu dünne und nervige Stimme
  • Eine Kartenleserin - Julia Amos - eine kleine feine Rolle. Schön, dass man sie nun wieder häufiger zu sehen und zu hören bekommt. Ich fand sie in der kleinen Rolle echt toll!
  • Welko, Leibhusar des Mandryka - Mario Ahlborn - klasse und überzeugend
  • Jankel/Djura, Diener des Mandryka - Georg Kirketerp - sehr gut
  • Ein Zimmerkellner - Johannes Knecht - sehr gut
  • Musikalische Leitung - Gabriel Feltz
  • Regie - Jens-Daniel Herzog
  • Bühne - Mathis Neidhardt
  • Kostüme - Sibylle Gädeke
  • Licht - Ralf Jürgens
  • Chor - Manuel Pujol

Das Publikum war begeistert, es gab standing ovations und nicht einen Buhruf. Geht doch! Mir hat dieser Opernabend sehr, sehr gefallen.

06. Oktober 2017, La Traviata von Giuseppe Verdi - Wiederaufnahme

Natürlich habe ich auch in dieser Saison einige Karten gebucht. Eleonore Marguerre als Violetta, also darauf mag ich nicht verzichten. Es ist immer wieder eine Offenbarung und ein Erlebnis! Ihr zur Seite stand dann Ilya Selivanov, ein junger Tenor aus Leningrad. Er war mir sofort sympathisch. Die Partie des Alfredo sang er wirklich toll und war auch ein überzeugender Darsteller. Angenehmer und sympatischer Künstler.

Der Giorgio Germont wurde gesungen von Gerardo Garciacano (wunderbar wie immer!), Gaston von Jorge Moreno,  Marquis von Obigny von Luke Stoker (herrlich schmierig-ölig. Mal eine ganz andere Rolle für ihn. Jedenfalls klasse!).

Es war wieder ein wunderschöner und hinreißender Opernabend. Am Ende gab es geschlossen standing Ovations. 

15. Oktober 2017, La Traviata von Giuseppe Verdi 

Bei der heutigen Vorstellung hatte ich das Gefühl, dass alle Sänger noch besser gesungen und inensiver gespielt haben als bei der Wiederaufnahme. Ilya Selivanov hat sich offenbar "eingesungen" und agierte richtig toll.

Wieder ein super schöner Abend!

 

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