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Oper im MiR 2

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Oper im MiR (Saison 2017/2018)

Für die neue Saison habe ich mich schon komplett versorgt und freue mich auf Nabucco, L'elisir d'amore, Jesus Christ Superstar, Mathis der Maler, Dialogues des Carmélites, Hoffmann's Erzählungen, die Zauberflöte, Der Vetter aus Dingsda.  Am 03. September geht es wieder los mit dem "Hoffmann".

03. September 2017, Hoffmann's Erzählungen von Jacques Offenbach - Wiederaufnahme

Die Nachfrage war schon in der laufenden letzten Saison für diese enorm gewesen. Ich kann mir die Oper imer wieder anhören. Sie ist so vielfältig von der Musik her und verlangt aber auch den Sängern sehr viel ab. 

Die Besetzung war so wie beim letzten Mal, es gab nur - leider - einen anderen Hoffmann. Martin Homrich hatte ich in durchaus angenehmer Erinnerung durch "die Frau ohne Schatten", in welcher er den König spielte. Ich hatte allerdings von Anfang an so meine Bedenken in bezug auf den Hoffmann und muss leider sagen, es gefiel mir nicht. Darstellerisch war es noch ganz okay, aber gesanglich, nein, tut mir leid, das war nicht mein Fall. Es gibt sicher andere Rollen, in denen er mehr überzeugen kann, so sicher in "Mathis der Maler". Aber man kann eben nicht immer alles haben.

Aber den Abend habe ich natürlich dennoch sehr genossen!

16. September 2017, Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart - Wiederaufnahme

Diese Inszenierung hatte ich länger nicht gesehen. In dieser Saison schaue ich mir diese Oper auch noch in Essen und Dortmund an. 

Einige Rollen waren neu besetzt worden:

  • Tamino - Ibrahim Yesilay  ausgezeichnet, wirklich. Eine Bereicherug für das Ensemble.
  • Erster Priester/erster Geharnischter - Tobias Glagau - Dieser junge Sänger gefällt mir auch ausgezeichnet. Sehr sympathisch und überzeugend
  • Pamina - Bele Kumberger - klasse! Sehr überzeugend und sehr anrührend
  • Papagena - Judith Caspari - eine noch sehr junge Sängerin, die mir sehr gefiel. Sehr schöne Stimmme
  • Monostatos - Edward Lee - super! Ein sehr vielseitiger Künstler

Es war wieder ein richtig schöner und unterhaltsamer Abend.

17. September 2017,  Hoffmann's Erzählungen von Jacques Offenbach

Bei der heutigen Vorstellung hatte das Grippeteufelchen zugeschlagen, und so gab es dann folgende Umbesetzungen bzw. Änderungen:

Der Hoffmann wurde zwar von Martin Homrich dargestellt, gesungen wurde er dann dankenswerterweise von Jean-Noel Briend, der eigens am gleichen Tag aus Straßburg angereist war. Da es bekanntlich diverse Fassungen gibt, gab es Passagen, die ihm gänzlich unbekannt waren. Das war sicher nicht so leicht zu bewältigen. Ab und an gab es dann leichte Patzer, die man aber sehr gerne überhört hat. Auf alle Fälle gefiel er mir stimmlich sehr viel besser. Was ich sehr nett fand: Martin Homrich überließ am Ende seinem für ihn eingesprungenen Kollegen die Bühne und kam nicht mehr vor den Vorhang beim zweiten Durchgang, so dass Herr Briend verdientermaßen den Applaus alleine bekam. Sehr schöner Zug!

Die Dinerrollen übernahm nach Edward Lees Erkrankung Tobias Glagau. Und er war richtig klasse, stellte die Rollen etwas anders dar. Gefiel mir sehr!

Dafür wurde dann der Wilhelm dargestellt von Eduard Unruh

Es war natürlich wieder ein richtig schöner Opernabend. 

07. Oktober 2017, Jubiläumsfest "40 Jahre fmt"

Zu diesem besonderen Anlass war der Ablauf geändert worden. Sonst gibt es immer im November ein großes Büffet, und Sänger des MiR singen zwischen den Gängen. In diesem Jahr wurden wir mit einem schönen Opernkonzert verwöhnt und danah gab es das Büffet. Geboten wurde etwas Ballett - getanzt haben die Solisten wirklich toll, bloß die scheußliche Musik störte erheblich. Es kann ja gerne modern sein, aber diese "Musik" war wirklich eine Zumutung laut, monoton, unmelodiös. Da könnte ich mir kein ganzes Stück ansehen.

Im gesanglichen Bereich gab es Mozart (Figaro, Don Giovanni, Zauberflöte), Lortzing (der Wildschütz), Donizetti (Die Regimentstochter), Brahms (Liebeslieder/Walzer), Strauß (Die Fledermaus) und Loewe (My Fair Lady). Gesungen haben: Bele Kumberger, Piotr Prochera, Michael Dahmen, Petra Schmidt, Ibrahim Yesilay, Almuth Herbst, Tobias Glagau, Judith Caspari und der Opernchor.

Beim Essen spielte das Michael-Weiß-Trio und Anke Sieloff sang Ausschnitte aus der West Side Story und andere bekannte Melodien. Im Zweiten Teil sang sie Stücke, die mir unbekannt waren, aber das verdammt gut! Ein wahres Showtalent. Da würde ich sofort ein Konzert buchen, die Dame ist richtig, richtig klasse, nicht nur auf der Opernbühne.

Ein leichtes, buntes und sehr schönes Programm. Es war ein würdiges Jubiläumsfest unseres fmt.

28. Oktober 2017, Mathis der Maler von Paul Hindemith - Premiere

Ich muss zugeben, dass ich bis dato nicht eine Note dieses Komponisten kannte. Im Internet fand ich den Hinweis, dass er seinerzeit moderne Musik geschrieben hatte. Somit ging ich einfach hin, um mich überraschen zu lassen. Und das war ich tatsächlich. Die Musik ist ausgesprochen schön, teilweise etwas romantisch, aber es gibt auch kräftige Chorszenen. Erinnerte mich durchaus etwas an Wagner. Musikalisch gesehen war es sehr schön und sehr angenehm. Leider konnte ich mir aus terminlichen Gründen keine weitere Vorstellung ansehen, aber ich werde dies auf jeden Fall tun, wenn sich eine Gelegenheit in der Zukunft in einem anderen Opernhaus in der Nähe ergibt.

Die Kulisse war schlicht aber aussagekräftig, so fühlte man sich mal in der Klause von Mathis, mal im Palast des Kardinals. Ebenso waren die Kostüme sehr passend. Alles sehr harmonisch.

Zum Inhalt: (Quelle: Wikipedia)

Erstes Bild: Klosterhof der Antoniter

Mathis, Hofmaler des Erzbischofs, bemalt im Mainzer Antoniterkloster die Wände des Kreuzganges. Plötzlich stürzt Hans Schwalb, der Führer der aufständischen Bauern, herein, gefolgt von seiner Tochter Regina. Um Schwalb vor seinen Verfolgern zu retten, leiht ihm Mathis sein Pferd. Als die Häscher eintreffen, bekennt sich Mathis zu seiner Tat.

Zweites Bild: Saal in der Martinsburg zu Mainz

Bürger haben sich zur Begrüßung Kardinal Albrechts eingefunden. Der Offizier Silvester von Schaumbergerkennt in Mathis den Mann, der Schwalb die Flucht ermöglicht hat. In einer leidenschaftlichen Rede bekennt Mathis seine Sympathie für die Bauern. Daraufhin entlässt ihn der Kardinal aus seinen Diensten.

Drittes Bild: Marktplatz in Mainz

Die Bücher der Protestanten sollen verbrannt werden. Viele Bürger empören sich darüber. Um sie zu beruhigen, verliest Capito, ein Vertrauter Albrechts, ein Schreiben Luthers, in dem dieser den Kardinal auffordert, den neuen Glauben anzunehmen und zu heiraten. Capito, der in einer Eheschließung seines Herrn mit einem reichen Bürgermädchen durchaus etwas Vernünftiges sieht, will Albrecht bewegen, Luthers Bitte nachzukommen. Ursula, die Tochter des angesehenen Mainzer Bürgers Riedinger, will sich dafür hergeben, obwohl sie seit ihrer Jugend in Mathis verliebt ist. Der aber will das Mädchen nicht an sich binden, weil er nicht mehr der Jüngste ist und ihr keine gesicherte Existenz bieten kann.

Viertes Bild: Das zerstörte Königshofen

Die Bauern haben Königshofen erobert und weitgehend zerstört. Während sie Graf Helfenstein zur Hinrichtung führen, muss dessen Frau die Bauern bedienen. Mathis steht der Gräfin bei und wird dafür niedergeschlagen. Da stürzt Schwalb herbei, um die Bauern zu neuem Kampf anzustacheln. In der folgenden Schlacht erleiden die Aufrührer eine herbe Niederlage. Schwalb fällt vor den Augen seiner Tochter. Mathis soll hingerichtet werden. Auf Fürsprache der nun verwitweten Gräfin Helfenstein sieht man jedoch davon ab.bewegen. Der aber will seinem alten Glauben treu bleiben.

Sechstes Bild: Im Odenwald

Mathis und Regina sind auf der Flucht. Letztere ist durch den Tod ihres Vaters tief betrübt. Während die beiden im Odenwald rasten, erzählt Mathis dem Mädchen von musizierenden Engeln. Darüber schläft Regina ein. Es verdichten sich Wirklichkeit und Traum zu den Bildern des Isenheimer Altars: „Die Versuchung des heiligen Antonius“ und „Antonius in der Einsiedelei“. Kardinal Albrecht erscheint in Gestalt des heiligen Petrus und befiehlt Mathis: „Gehe hin und bilde!“

Siebtes Bild: Mathis’ Atelier in Mainz

Mathis hat den wunderbaren Altar geschaffen. Die Anstrengung darüber hat seine Kräfte verschlissen. Regina, die von Ursula liebevoll gepflegt worden ist, stirbt in Mathis’ Werkstatt. Albrecht kommt ein letztes Mal zu Mathis und bittet ihn, er möge für den Rest seines Lebens in seiner Nähe bleiben. Mathis aber will sein Leben einsam beschließen. In eine Truhe legt er eine Papierrolle, die Auskunft über seine Taten gibt, sowie einen Maßstab, einen Zirkel, Farben und Pinsel. Er sehnt sich nach der ewigen Ruhe.

Dieses Werk kann ich wirklich wärmstens empfehlen.

Und dies war die Besetzung der Premiere:

  • Mathis - Urban Malmberg - beeindruckende Leistung, darstellerisch wie gesanglich, denn die Partie verlangte ihm alles ab. Er hat das sehr gut gemacht undf überzeugte mich in dieser Partie
  • Albrecht von Brandenbrug, Kardinal - Martin Homrich - heute gefiel er mir wieder ausgezeichnet. Das war eine wirklich passende Rolle für ihn. Sehr überzeugend und toll gesungen
  • Riedinger - Luciano Batinić - ein sehr beeindruckender Bass, toller Sänger und Darsteller - gerne mehr davon
  • Ursula, Riedingers Tochter - Yamina Maamar - war auch heute wieder super klasse, tolle Leistung
  • Hans Schwalb - Tobias Haaks - ausgezeichnete Leistung
  • Regina, Schwalbs Tochter - Bele Kumberger - hinreißend wie immer. Gefiel mir wieder sehr
  • Wolfgang Capito - Edward Lee - toll wie immer
  • Lorenz von Pommersfelden - Joachim Gabriel Maaß - sehr überzeugend, wie immer
  • Gräfin Helfenstein - Almuth Herbst - ist immer klasse, egal was sie macht
  • Truchseß von Waldburg - Tobias Glagau - kleine feine Rolle, klasse gesungen und dargestellt
  • Der Pfeifer des Grafen - Apostolos Kanaris
  • Musikalische Leitung - Rasmus Baumann
  • Inszenierung - Michael Schulz
  • Bühne - Heike Scheele
  • Kostüme - Renée Listerdal
  • Licht - Patrick Fuchs
  • Choreinstudierung - Alexander Eberle

Schön, dass das MiR immer wieder selten gespielte Stücke auf die Bühne bringt und dann noch so klasse inszeniert.

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