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Oper Essen

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Oper in der Ruhrmetropole - früher besuchte Aufführungen (1983-2010)

 
 
Auch diesen Bereich teile ich auf in Essen und in den der anderen besuchten Häuser:
 
  
Am 25. September 1988 eröffnet dann das "Aalto". Ab den frühen 90er Jahren besuchte ich dort sehr viele Aufführungen. Seit einigen Jahren mitunter bis zu 3-4 mal im Monat.
 
Gerne erinnere ich mich aber auch an eine konzertante "Norma" mit Cheryl Studer in der Titelrolle. Da vergaß man ganz, dass dies keine szenische Aufführung war. Andrea Chénier - gehört zu meinen Lieblingsstücken und wird viel zu selten gespielt, zumindest nicht in den Häusern, die ich bevorzugt besuche. Es war eine wirklich ausgezeichnete Produktion. Zu meinen weiteren Lieblingsopern, bei denen wirklich alles stimmte, gehört "I Puritani", Petya Ivanova sang die "Elvira" und schaffte es jedes Mal, mich zu Tränen zu rühren.

Ich habe mir auch mal ein selten gespieltes Stück angesehen, und zwar "Ottone in villa" von Antonio Vivaldi. Ein bezaubernder Abend, die Musik Vivaldis ist ja auch wirklich wunderschön. Der "Barbier von Sevilla" ist mir in angenehmer Erinnerung geblieben, und "Luisa Miller" habe ich etliche Male gesehen. "Don Carlo" wurde hier als 5-Akter gezeigt (gefällt mir im übrigen viel besser als die kürzere Form). Sie war extrem nüchtern inszeniert, aber die Aufführungen blieben in bester Erinnerung. Besonders erinnere ich mich an die Hinrichtungsszene, bei der vom Balkon Luftballons und Luftschlangen herabfielen. Früher machte man halt daraus ein Fest, denn Fernsehen gab es noch nicht.

Auch "Fidelio" habe ich mir viele Male angesehen. Schade, dass uns der gute alte Beethoven nicht mehr Opern hinterlassen hat. Hier gefiel mir allen voran Heiko Trinsinger besonders gut in der Rolle des Pizarro. "Carmen" spielt in einer Kneipe in Gelsenkirchen. Hört sich seltsam an, aber die Inszenierung ist wirklich sehr, sehr gut und durchweg stimmig. Sie wird ja auch immer wieder aufgeführt. "Aida" ist etwas schräg inszeniert. Die Inszenierung ist im zweiten Akt sicher grenzwertig: es gibt Go-Go-Girls, die "Memphis-Twins", es wurden Dinge eingebaut, die in der Ursprungsfassung nicht vorhanden sind, nämlich als Übertitel, dass Witwen ihre Söhne opfern, die Veteranen der letzten Kriege dem König huldigen, etc., Jungfrauen brachten Trophäen in Körben (Gliedmaßen), das nur mal als Beispiel. Nimmt man das Ganze nicht bierernst, regt es einen auch nicht sonderlich auf.

Es schmälert den Genuss keineswegs. Wen es stört, der kann die Augen schließen, was ich bei besonderen Stellen ohnehin oft tue, weil ich dann die Musik viel besser auf mich einwirken lassen kann. Auch der "Maskenball" war nicht so "bierernst", und auch hier gab es durchaus humorvolle Anmerkungen.  Beim eigentlichen Maskenball trägt Gustavo Frauenkleider und Amelia Männerkleidung. Auch Kleinigkeiten, über die man sich nicht aufzuregen braucht.  Ich verstehe jedoch auch, wenn Zuschauer so etwas jetzt nicht mögen.

 Der "fliegende Holländer" gefiel nicht jedem, nun ja, ich fand das nicht so arg, da das Ensemble extrem gut aufgestellt war. Da übersieht man doch einiges. Es war ja nicht peinlich oder ordinär, halt etwas seltsam an einigen Stellen.

Viele Male habe ich mir die "Tosca" angesehen. Die Produktion von Frau Mielitz ist wirklich sehr stimming, und ich habe etliche verschiedene Darsteller erleben dürfen. Am besten gefiel mir als "Tosca" Teresa Erbe. Sie war schon sehr beeindruckend. Der beste "Scarpia" war für mich bislang der von mir sehr geschätzte Mikael Babajanyan. Er verfügt über eine unglaublich schöne Stimme und ist darüber hinaus ein ganz toller Schauspieler. Nur, diesem "Scarpia" kann man nicht böse sein, er ist schlicht zu nett und trotz aller Bösartigkeit zu charmant. Er ist ja auch ein toller "Sharpless". Köstlich, wie er diesen heruntergekommenen Typen mimt!

"Manon Lescaut" stand auch auf dem Spielplan, leider ein paar Jahre zurück. Es wäre schon schön, wenn man dieses Stück mal wieder aus der Versenkung holen würde. Die mag sogar meine bessere Hälfte. Und natürlich habe ich mir auch hier wieder und wieder meine geliebte "Lucia" angesehen. Die Inszenierung hier ist auch bezaubernd und wirklich klasse mit durchweg tollen Sängern. Auch hier berührte mich Petya Ivanova, aber auch Olga Mykytenko.

La forza del destino war sehr schön inszeniert, wenn auch mit einer Kuriosität: der Marchese di Calatrava, der bekanntlich im ersten Akt durch ein Versehen von Don Alvaro getötet wird, liegt m zweiten Akt in einem Sarg, aus dem er dann als Ordonanz (anstelle des Padre Guardiano) wieder zum Leben erweckt wird. Sicher seltsam, für den Sänger aber schön, dann musste er nicht nach dem ersten Akt heimgehen... Es gab noch ein paar Kleinigkeiten, die hinzugedichtet worden waren, aber die waren nur kurz und nicht erwähnenswert, da sie den Ablauf nicht störten und den Genuss nicht schmälerten. Ich habe mir das Stück einige Male angesehen, aber einmal war es seitens der Besetzung des Don Alvaro herausragend: Frank Poretta sang ihn. Ein wirklich klasse Tenor, ich würde ihn wirklich gerne mal wieder hören! Einmal noch habe ich ihn später noch gehört: als Calaf in Hamburg.
 

"Nabucco" habe ich mehrere Mal gesehen mit wechselnder Besetzung, und da gab es dann durchaus Unterschiede. Die erste Abigaille war sehr attraktiv, hatte aber eine so schrille Stimme, dass man damit hätte Glas schneiden können, die letzte war nicht so attraktiv, hatte aber immerhin die wärmere und schönere Stimme und stand der anderen schauspielerisch in nichts nach. Auch bei den den anderen Rollen gab es durchaus Unterschiede. Die Gäste waren mitunter meiner Meinung nach nicht immer glücklich gewählt, vor allem in bezug auf den Nabucco.  Der beste Nabucco war Michele Kalmandi. Aber mir gefiel die Inszenierung sehr, und die Musik liebe ich sowieso.

Die "Italienerin in Algier" wurde auch nicht von allen Zuschauern geliebt. Mir gefiel sie bestens: Die Handlung war verlegt worden auf einen Luxusflughafen in Arabien, wo es natürlich auch nicht an moderner Technik wie Flachbildschirm, Handy usw. fehlte. Diogenes Randes war ein wirklich köstlicher Mustáfa. Er allein war es schon wert, sich das Stück anzusehen.

Begeistert war ich auch von "Semele" von Händel. Man hatte sich einen Countertenor aus Argentinien geholt, der wirklich ausgezeichnet war. Eine sehr opulente Inszenierung mit hinreißend schönen Kostümen und tollem Bühnenbild. Ja, und Händels Musik mag ich sowieso zwischendurch sehr gerne. Ich habe auch einige Male die Händel-Festspiele in Halle besucht, und ich war immer sehr angetan davon. "Hercules", Händels nächstes Werk, gefiel mir auch sehr. Almas Svilpa als Hercules, Michaela Selinger als seine Gattin, Christina Clark als Prinzessin und Andreas Hermann als Sohn bestachen durch wirklich tolle Leistung. Solche Opern kann sicher nicht jedes Haus spielen, da das Personal fehlt.

Hier habe ich mir dann auch den "Ring" angesehen von 4 verschiedenen Regisseuren. Bis auf die "Götterdämmerung" gefiel mir alles sehr gut, wobei die "Walküre" sowieso mein Favorit ist. Es wurde dann jede Saison ein Teil gezeigt, und inzwischen kann man sich natürlich in kurzer Zeit alle 4 Teile in kurzer Zeit ansehen.

Die "Perlenfischer" in konzertanter Form, war ein wahrer Genuss, ich muss sagen, eine Perle der Opernwelt, die man viel zu selten zu sehen und zu hören bekommt.

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